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Erste Schritte
Startplatz
Auf Drachenwiesen kann es manchmal sehr eng zugehen. Dort sind einige Regeln zur eigenen und zur Sicherheit der anderen zu beachten.
Immer wieder ist zu beobachten, daß von neuankommenden
Drachenfliegern die Lenkbereiche der schon Anwesenden nicht respektiert werden. Dieses
Dazwischenquetschen ohne sich mit den Flugnachbarn zu verständigen führt dann dazu, daß
das Material sehr stark gefährdet ist. 'Leinentüddel' und abstürzende Drachen sind dann
nur noch eine Frage der Zeit. Oft ist auch zu beobachten, daß hinter fliegenden jemand
seinen Drachen aufbaut und dem Vordermann über dem Kopf fliegt.
Daß dieses Verhalten sehr gefährlich ist und schwere Unfälle verursachen kann
sollte jedem bewußt sein. Diese Anfänger sollte man dann höflich bitten, den nötigen
Abstand einzuhalten damit man sich nicht gegenseitig gefährdet.
Im Zweifel sollte man seinen eigenen Drachen landen um einer Gafahr auszuweichen.
Das gleiche gilt auch für Zuschauer bzw. Spaziergänger - sie sehen die Gefahr
nicht, denn ein Drachen ist (k)ein Kinderspielzeug und die sind ja harmlos.
Vorbereitung
Den Drachen zusammenbauen und darauf achten, daß die Stäbe gut in den Verbindern sitzen, die beiden Leinen an der Drachenwaage befestigen und die Leinen komplett abrollen (Vorsicht bei neuen Schnüren - es kann sein das sie nicht an den Spulen befestigt sind). Die Leinen müssen die gleiche Länge haben um den Drachen präzise Steuern zu können.
Startaufstellung
Der Starter stellt sich mit dem Rücken zum Wind und der Starthelfer hinter den Drachen. Der Starthelfer nimmt den Drachen am Mittelstab (eine Hand oben andere unten) in die Hand. Jetzt die beiden Leinen, etwas auf Spannung bringen. Auf Zuruf des Starters (und nur dann) schiebt der Starthelfer den Drachen mit der unteren Hand in die Luft. Der Starter macht ein oder zwei Schritte zurück und versucht, den Drachen senkrecht nach oben zu fliegen.
Wichtig !! Der Starthelfer geht auch 2 Schritte zurück! Zurück, nicht Nachvornegehen, denn sollte der Starter den Drachen abstürzen lassen, dann kann der Starthelfer sehr schnell verletzt werden. Das nach vorne gehen des Starthelfers sieht man sehr oft, wenn der Vater als Anfänger mit seinem Kind einen Start zum erstenmal probiert.
Warum es dann nicht so klappt und zu einem Absturtz kommt, kann verschiedene Ursachen haben. Auf diese werde ich später eingehen.
Lenken
Den Drachen lenkt man mit gefühlvollem Ziehen der linken oder rechten Leine. Der Drachen fliegt solange zu einer Seite oder überschlägt sich (Looping) bis sich beide Hände wieder nebeneinander befinden. Als Anfänger sollte man den Drachen im oberen Luftbereich nur mit sehr kleinen Lenkbewegungen hin und her fliegen. Dadurch bekommt man Gefühl für das Verhalten und Reagieren des Drachens. Dann nur keine Panik der Drachen ist dafür gebaut, und was noch wichtiger ist : Die Schnüre können je nach Güte auch jede Menge Verdrehungen vertragen. Bei zu vielen Drehungen wird das Lenken dann immer schwerer (Reibungswiderstand), aber das kann den Schnüren nicht schaden. Als Übung ist auch eine liegende Acht sehr gut (durch die gegenläufigen Drehungen bleiben die Lenkräfte niedrig und die Leinen entdrehen sich bei jeder Acht).
Landen
Die einfachste Methode ist den Drachen nach links oder recht aus dem sogenannten Windfenster herauszufliegen. Dabei sollte man nur darauf achten, daß die Drachenspitze (Drachennase) nicht zur Erde zeigt. Am Windfensterrand geht dem Drachen dann der Wind aus, und er wird sich langsam dem Boden nähern. Die Landung ist geschafft.
Stand : 26. Dezember 2001